„Wir wählen die Freiheit!“

Festlicher Jahresauftakt 2026

Kranzniederlegung in Rhöndorf

Am 5. Januar 2026 fand auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf die Kranzniederlegung zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer statt. Anwesend waren zahlreiche Familienangehörige sowie Vertreterinnen aus Politik und Gesellschaft. Die Rhöndorfer Sankt-Hubertus-Schützengesellschaft begleitete den Zug zum Grab Konrad Adenauers, sowie Vertreter der Bundeswehr und des Katholischen Studentenvereins Arminia aus Bonn.

Feierstunde im Plenarsaal des ehemaligen Deutschen Bundestags 

Die gemeinsame Feierstunde der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. im Bonner WCCB stand unter dem Eindruck wachsender Unsicherheit: Die politischen Grundlagen der Bundesrepublik, die Adenauer mitprägte, geraten von außen und innen unter Druck. Dr. Stefan Vesper (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus) und Nathanael Liminski (Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen) betonten die Gefährdung jüdischer Lebenswelten in Deutschland und die Erosion der transatlantischen Partnerschaft. Adenauers Vision eines vereinten, freien Europas und seine Warnung vor einer zu starken Abhängigkeit von den USA wurden als aktueller denn je beschrieben.

Norbert Lammert (Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. und Präsident des Deutschen Bundestages a. D.) und David McAllister (MdEP, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, Vizepräsident der Europäischen Volkspartei) hoben Adenauers pragmatische, aber zielstrebige Europapolitik hervor: Trotz Widerständen setzte er auf Westbindung, Freiheit und eine schrittweise europäische Einigung. Im Gespräch mit den KAS-Jugendbotschafterinnen Lili Pöschl und Luisa Tiesies unterstrich McAllister die Dringlichkeit, Europas Zukunft aktiv zu gestalten.

Die Veranstaltung endete mit einem Appell Bettina Adenauers, den Werten ihres Großvaters treu zu bleiben, und musikalischen Beiträgen, die an Adenauers kulturelle Prägung erinnerten. Insgesamt war der Tag weniger eine rückwärtsgewandte Gedenkfeier als vielmehr eine Selbstverpflichtung, Adenauers Erbe in unsicheren Zeiten zu verteidigen und weiterzuentwickeln, wie Johannes Christian Koecke in seinem Veranstaltungsbericht resümiert:

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